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Eisenmann trotzt Malaysias Hitze - MZ-Artikel vom 27.03.03

"Himmlische Gefühle bei Jochen Bathe: Der Hallenser erfüllte sich einen Traum und schaffte bei seinem erst zweiten Ironman-Triathlon überhaupt die Qualifikation für den legendären Ausdauerdreikampf auf der Pazifik-Insel Hawaii, der in diesem Jahr am 18. Oktober stattfindet. Beim Langkawi-Ironman auf der gleichnamigen malaysischen Insel, dem ersten Qualifikationsrennen für Hawaii in diesem Jahr, brachte der vierte Platz in seiner Altersklasse den 32-jährigen ans Ziel aller Wünsche. "Die Witterung war wirklich extrem", sagte Bathe, der die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in insgesamt 11:19:35 Stunden zurücklegte.

Angesichts extrem hoher Luftfeuchte und Temperaturen von 38 Grad Celsius im Schatten sei das Schwimmen, eigentlich die schwächste Disziplin des Hallensers, für ihn "noch das ge-ringste Übel" gewesen. Denn: Auf der ohnehin anspruchsvollen, weil sehr hügeligen Radstrecke erschwerte ein starker Gegenwind den Eisenmännern das Strampeln zusätzlich. "Nach Insidermeinungen war Langkawi einer der schwersten Ironman-Wettbewerbe der letzten Jahre", erzählt Bathe und verweist darauf, dass von den gut 400 gestarteten Teilnehmern gerademal 280 das Ziel erreichten.

 

"Auch ich habe mich auf der abschließenden Laufstrecke unwahrscheinlich quälen müssen", meinte der Allroundsportler, der in Halle einen Fahrradkurier betreibt und für den USV Cyclone in der 1. Unihockey-Bundesliga spielt. Daran, dass er den Marathon auf Hawaii deutlich schneller als diesmal (viereinhalb Stunden) rennt, will Bathe nun bis Oktober noch arbeiten. Genauso wie übrigens an der Gewinnung von Sponsoren. "Allein an Flugkosten und Startgebühren kommen schnell schlappe 1800 Euro zusammen", so der Hallenser.